Inklusiv gestalten. Infrastrukturen im Bestand - Regionalkonferenz in Hattersheim am Main

Mittwoch, 06. Mai 2026
Konferenz „Inklusiv gestalten – Infrastrukturen im Bestand“, 14–18.30 Uhr
Stadthalle Hattersheim, Karl-Eckel-Weg 21, 65795 Hattersheim am Main

Öffentliche Infrastrukturen sind das Fundament unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Als Netzwerk verbinden sie Menschen und er­mög­lichen den Austausch von Waren und Wissen. Im Sinne der staatlichen Daseinsvorsorge garantieren sie den Zugang zu Mobilität, Bildung, Gesundheit sowie zur Grundversorgung mit Energie und Wasser. Damit entscheiden sie maßgeblich über die Lebens­qualität und die Attraktivität einer Region im Standortwettbewerb.

Der Bestand macht einen Großteil der gebauten Umwelt aus. Infrastrukturen aus den 1960er- und 1970er-Jahren nehmen dabei einen hohen Anteil des Gebäude- und Anlagenbestands ein. Angesichts der Ziele zur Klimaneutralität bis 2045, der Res­sour­cen­schonung oder dem Einstieg in die Zirkularität kommt der Bestandsentwicklung eine besondere Aufgabe zu. Eine Umbaukultur und das Weiterbauen wären eigentlich ein Gebot der Stunde.

Trotz des „Sonder­ver­mögens Infrastruktur“ der Bundes­regierung sind die finanziellen Spielräume vieler kommunaler Haushalte begrenzt. Es gilt die zur Verfügung stehenden Finanzmittel gezielt und mit Mehrwert einzusetzen. Barrierefreiheit wird oftmals als Kostentreiber angesehen. Stehen einfaches oder kostenbewusstes Planen und Bauen hierzu im Widerspruch? Muss ein neuer (Hessen-)Standard zwischen Politik, Planung und Gesellschaft ausgelotet werden?

Zukunftsfähiges Bauen bedeutet heute, Barrierefreiheit als essenzielle Vorsorge für eine inklusive Gesellschaft mitzudenken. Es stellt sich die zentrale Frage: Wie transformieren wir unsere vorhandene Infrastruktur in eine resiliente und für alle zugängliche Daseinsvorsorge?

Die Teilnahme an der Kon­fe­renz ist barrierearm auf Menschen mit Be­hin­der­ungen ausgerichtet und wird durch Schrift- und Gebärdendolmetscher*innen begleitet. Die Kon­fe­renz wird als Fortbildungsmaßnahme durch die AKH mit 4 Fort­bildungs­punkten anerkannt. Die Teilnahme an der Kon­fe­renz ist kostenfrei. Für Verpflegung vor Ort ist gesorgt. Die Platzkapazitäten vor Ort sind begrenzt, daher wird um Anmeldung gebeten.

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