Erde trifft Hightech – Lehmbau zwischen Handwerkstradition und robotischer Fertigung - Montagsgespräch des BDA Köln
Als Baustoff, der ohne energieintensive Herstellung auskommt, CO₂ gegenüber Beton einspart und am Ende seines Lebenszyklus vollständig rückführbar ist, rückt der Lehm ins Zentrum der Bauwende.
Das Wort „Wand“ kommt von „winden“ – gewundene Weidenruten bilden die Stützkonstruktion des klassischen Lehmfachwerks. Lehm und Weide verbinden sich zu einer Konstruktion, die stabiler ist als jede der einzelnen Komponenten. Neben dem klassischen Fachwerkbau entwickelt sich der Lehmbau in diverse Richtungen weiter. Von massiven gestampften oder gemauerten Wänden bis Lehmbauplatten, Fertigteilen, Putzen und Farben findet Lehmbau immer mehr Beliebtheit.
Zugleich wird an Universitäten intensiv an neuen Fertigungsmethoden geforscht: Mit digitalen Designprozessen und robotischen Produktionsverfahren werden kreislauffähige Konstruktionssysteme entwickelt, um zu erproben, wie der älteste Baustoff der Menschheit im industriellen Maßstab neu gedacht werden kann. Beide Welten – die handwerkliche Tradition und die technologische Innovation – stehen an diesem Abend im Dialog.
Text: BDA Köln
Die Veranstaltung ist bei der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Fortbildung anerkannt.
Montag, 16. März 2026
Montagsgespräch, 19.30 Uhr
Domforum Köln, Domkloster 3, 50667 Köln
