Jürgen Meier „Irregular“ – von der fragilen Schönheit des Entwerfens - Ausstellung in Düsseldorf
Jürgen Meier wurde in Münster, London und Leipzig ausgebildet und arbeitet seit vielen Jahren als Künstler, Dozent und künstlerischer Leiter großer Lichtfeste in Leipzig. Dabei erweist er sich als präziser Beobachter, der die Spuren von Ideen, Ideologien und menschlichen Entscheidungen in Formen, Gebäuden und urbanen Räumen sichtbar macht.
In seiner Ausstellung „Irregular“ geht Meier künstlerisch auf die Entstehung bedeutender deutscher Architekturikonen ein, etwa die Konstruktion der Rheinbrücken. In den Fokus der Schau rückt Jürgen Meier den Planungsprozess zum Olympiadorf in München 1972. Die dort realisierten Bauten, allen voran die visionären Dachkonstruktionen von Frei Otto und Günther Behnisch, stehen bis heute für eine radikale Neuorientierung im Denken über Raum, Leichtigkeit und Transparenz. Das Olympische Dorf von Heinle, Wischer und Partner wiederum für das Prinzip einer Stadt in der Stadt und eine frühe autoarme Siedlung. Dessen Projektleiter, Architekt Murray Church, schenkt Jürgen Meier in besonderer Weise künstlerische Beachtung.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Architektur nicht als fertiges Objekt zu betrachten, sondern als stetigen Prozess. Das wird auch in der Ausstellungsarchitektur erlebbar: Die Betrachter*innen werden eingeladen, um das Ausstellungsobjekt herum zu gehen und es auch aus einer erhöhten Position, von der Galerie der Architektenkammer NRW aus, zu betrachten.
Text: Architektenkammer Nordrhein-Westfalen
06. Mai-12. Juni 2026
Ausstellung „Irregular“
Architektenkammer NRW, Zollhof 1, 40221 Düsseldorf
aknw.de
